Archiv Programme

Archiv: Programme

Programm2010/2011

Fortbildung

Was ist sexueller Missbrauch? Ist Prävention möglich?

Die Themen sexueller Missbrauch und Möglichkeiten der Vorbeugung begleiten oft den Bereich Kinderbetreuung und Kindererziehung. Viele Kindertageseinrichtungen setzen sich mit dieser Thematik auseinander. Der Begriff sexueller Missbrauch ist zwar allen Fachkräften bekannt, doch oft ist es sehr unterschiedlich, was die Einzelnen sich darunter vorstellen. Besonders für junge und angehende Fachkräfte ist es manchmal schwer, sich eine klare Vorstellung vom Thema zu machen. Dies ist aber für ihre Arbeit mit Kindern enorm wichtig und ein erster grundlegender Schritt in der Auseinandersetzung für den Schutz von Mädchen und Jungen vor sexueller Gewalt.
In dieser Fortbildung geht es um Grundinformationen über das Thema sexueller Missbrauch, die möglichen Formen des Missbrauchs, Täter- / Täterinnenstrategien und Grundinformationen über Prävention als vorbeugende Maßnahme von sexuellem Missbrauch.

Die Fortbildung ist ausschließlich für ErzieherInnen in der Ausbildung, PraktikantInnen so wie TeilnehmerInnen des freiwilligen sozialen Jahres und Zivildienstleistende vorgesehen und bietet ihnen die Chance, sich früh genug und kostengünstig zu diesem Thema zu qualifizieren.
Für die Anmeldung ist eine Bestätigung der ausbildenden Institution, Praktikums- oder FSJ-Stelle erforderlich.  Bitte schicken Sie uns diese Bestätigung per Post an:
AMYNA e.V., z.Hd. Frau Djafarzadeh, Mariahilfplatz 9, 81541 München.

Referentin Parvaneh Djafarzadeh, Mitarbeiterin von AMYNA
Zielgruppe PraktikantInnen, ErzieherInnen in der Ausbildung, FSJ-lerInnen (bei der Anmeldung wird um Nachweis gebeten)

 


Fortbildung

 

Bei uns? Das hätte ich nie gedacht!

Strukturelle Präventionsmöglichkeiten für Kindertagesstätten

Auch innerhalb von Kindertagesstätten sind Mädchen und Jungen nicht vor sexuellem Missbrauch sicher. Täter und Täterinnen suchen sich nicht selten ein Handlungsfeld, in dem sie eng mit Kindern zu tun haben. Sie gehen in der Regel sehr geplant vor und suchen sich z.T. bewusst Institutionen aus, die Strukturen haben, in denen sie ihr Tun möglichst lange verschleiern können.

Hier liegt der Ansatzpunkt für die Prävention: Durch eine klare Haltung und gezielte Maßnahmen haben Leitung und MitarbeiterInnen gute Chancen, ihre Einrichtung für Täter und Täterinnen unattraktiv zu machen und damit zu verhindern, dass diese sich in ihren eigenen Reihen „breit machen“.

In der Veranstaltung geht es

  • um Informationen über Täter, Täterinnen und Täterstrategien
  • um die Frage welche Strukturen den Tätern dienlich sein können
  • und wie vorbeugende Maßnahmen in Kindertagesstätten verankert werden können.
Referentinnen Sibylle Härtl M.A. und Adelheid Unterstaller M.A., beide Mitarbeiterinnen von AMYNA
Zielgruppe Leitungen, Vorstände, Personalverantwortliche in Kindertagesstätten

 


Vortrag

 

Vorstellung des Videovernehmungszimmers

Führung durch einen Richter des Amtsgerichts

Vortrag über die Vorgehensweise bei der Vernehmung von Kindern bzw. Jugendlichen mit Besichtigung des Videovernehmungszimmers und des Sitzungssaals der Hauptverhandlung.

Robert Grain, Richter am Amtsgericht München – Jugenschutzrichter – stellt die vier Räume zur
Videovernehmung von Opfer-ZeugInnen vor Gericht vor und informiert über diese Möglichkeit der kindlichen Zeugenvernehmung im Sitzungssaal der Hauptverhandlung.

Geplante Themen:

  • Vorgehensweise bei der Vernehmung von Kindern bzw. Jugendlichen
  • Darstellung des Verfahrensablaufs – Was kommt auf Kinder bzw. Jugendliche als ZeugInnen zu?

Anschließend ist Zeit für die Beantwortung Ihrer Fragen und Anliegen vorgesehen.

Nur mit Voranmeldung!

Für eine eventuelle Kontrolle am Eingang muss ein Personalausweis mitgeführt werden.

Referent Robert Grain, Richter am Amtsgericht München – Jugendschutzrichter
Zielgruppe Fachkräfte, LehrerInnen und andere interessierte Personen

 


Vortrag - wegen ERKRANKUNG DES REFERENTEN ABGESAGT

 

Kinderschutz in der Praxis

Missbrauch in Institutionen verhindern - Beispiel Stagecoach Deutschland

Alternativ

Vortrag

Was heißt das - Pädophil?

Täterprofile und Täterprävention in  der Praxis

Das Thema „Täterprävention" hat in der Fachwelt, aber auch aus Sicht der Allgemeinbevölkerung zunehmend an Bedeutung gewonnen. Das Projekt der Charité Berlin und die Nachfolgeprojekte (u.a. in Regensburg) zur Arbeit mit sogenannten Pädophilen haben deutliche politische Anerkennung (und Finanzierungswege) gefunden und werden in der öffentlichen Debatte als wichtiger Beitrag zur Prävention sexueller Gewalt genannt. Nun jedoch scheint an vielen Stellen eine gewisse Verwirrung und Unsicherheit entstanden zu sein. Sind alle Täter pädophil? Der Vortrag von Frau Habeland, die mit jugendlichen und erwachsenen Sexualstraftätern arbeitet, soll das Thema differenzieren und beleuchten.

Zentrale Fragen für den Vortrag sind:

Was ist „Pädophilie" überhaupt? Sind alle Täter, die Kinder/Jugendliche missbrauchen „pädophil" bzw. welche Täterprofile werden unterschieden? Täterstrategien - Abgrenzung jugendliche /erwachsene Täter(-innen)? Was heißt dann „Täterprävention"? Und (wie) kann pädagogische Arbeit/Jugendarbeit zur Prävention beitragen?

Der Vortrag ist eine Kooperationsveranstaltung gemeinsam mit dem Bayerischen Jugendring. Die Anmeldung soll direkt dort erfolgen (siehe unten) und die Veranstaltung findet auch dort statt!

Referentin Ruth Habeland, Dipl. Soz.Päd, Systemische Beraterin, System. Familientherapie, Kinderschutzfachkraft, Therapeutin für jugendliche und erwachsene Sexualtäter, tätig bei der Beratungsstelle „Punktum" in Bergisch-Gladbach, derzeit Arbeit vor allem mit sexuell grenzverletzenden Jugendlichen im Alter von 12 – 21 Jahren.
Zielgruppe Ehrenamtliche aus der Kinder- und Jugendarbeit, pädagogische Fachkräfte, LehrerInnen und andere interessierte Personen

 


Tag der offenen Tür

 

Tag der offenen Tür

Im Rahmen der Präventionswoche 2010

Weltweit wird im November der Internationale Tag zur Prävention von sexuellem Missbrauch begangen, um auf die Notwendigkeit der Vorbeugung und Verhinderung sexueller Gewalt gegen Mädchen und Jungen hinzuweisen.

AMYNA, das Institut zur Prävention von sexueller Gewalt, lädt daher alle Interessierten zu einem Tag der offenen Tür ein. Es besteht die Gelegenheit sich zu informieren und das Institut kennenzulernen.

Zielgruppe Eltern, pädagogische Fachkräfte, LehrerInnen und andere Interessierte

 


 

Vortrag

K.O.-Tropfen

Wirkungsweisen und Beweismittelsicherung

K.O.-Tropfen werden meist eingesetzt, um Anschlussstraftaten – Raub oder Sexualdelikte – zu ermöglichen. Zwar haben Pressemitteilungen über die Verwendung von K.O.-Mitteln zugenommen, belastbare Daten zur Häufigkeit drogenassoziierter Sexualdelikte existieren aufgrund der vermuteten Dunkelziffer naturgemäß nicht.

  • Was wissen wir über die Häufigkeit des Einsatzes von K.O.-Tropfen?
  • Welche Wirkung haben sie?
  • Wie können Beweismittel gesichert werden?

Der Vortrag von Kriminalhauptkommissar Nicolo Witte vom Kommissariat 105, Verhaltensorientierte Prävention und Opferschutz, soll in erster Linie belastbares Wissen vermitteln und dazu beitragen, die Gefährdungssituation der Vergewaltigung nach der Verabreichung von K.O.-Tropfen insbesondere für Mädchen und Frauen besser einschätzen zu können.

Anschließend ist Zeit für die Beantwortung Ihrer Fragen und Anliegen vorgesehen.

Referent Nicolo Witte, Kommissariat 105, Sucht- und Drogenprävention
Zielgruppe MitarbeiterInnen in Beratungsstellen, TherapeutInnen, MedizinerInnen, Polizei, RichterInnen, StaatsanwältInnen, AnwältInnen sowie weitere Interessierte

 


Fortbildung

 

Zusammenarbeit mit den Eltern bei vermuteter Kindeswohlgefährdung (§8a SGB VIII) – wie geht das?

Der gesetzlich verankerte Schutzauftrag nach §8a SGB VIII fordert MitarbeiterInnen in Kindertageseinrichtungen dazu auf, Anhaltspunkte für Kindeswohlgefährdungen sensibel wahrzunehmen und ggf. den Eltern geeignete Hilfen anzubieten.

Ziel der Fortbildung ist es mehr Handlungssicherheit im Umgang und in der Gesprächsführung mit Eltern im Kontext von vermuteter Kindeswohlgefährdung zu erlangen.

Folgende Fragen werden bearbeitet:

  • Gespräche führen im Kontext der Exploration: Was muss ich noch wissen, um mir ein genaueres Bild von der Situation des Kindes in seiner Familie machen zu können?
  • Wie differenziere ich mein Vorgehen entsprechend den Anhaltspunkten für eine Gefährdungslage?
  • Welche Besonderheiten bestehen in der Zusammenarbeit mit den Eltern bei Verdacht auf sexuellen Missbrauch (innerhalb oder außerhalb der Familie)?
  • Gibt es spezielle Dynamiken in Familiensystemen bei innerfamiliärem sexuellem Missbrauch?
  • Welche konkreten Hilfen können Eltern vermittelt werden? Wie kann ich es schaffen, dass Eltern Hilfe annehmen können?
  • Wann ist es sinnvoll das Jugendamt mit einzubeziehen? Wie kann dies mit den Eltern kommuniziert werden? In welchen Fällen sollte dies zum Schutz des Kindes auf keinen Fall kommuniziert werden?
  • Wie lerne ich meine eigenen Grenzen zum Thema einzuschätzen, wann soll und wo kann ich mir Hilfe holen?

Die Themen werden an konkreten Fallbeispielen und an Hand von Rollenspielen und praktischen Übungen bearbeitet.

ReferentIn Barbara Schwärzler, Dipl. Sozialpädagogin FH, Paar- und Familientherapeutin, Supervisorin (DGSv)
Zielgruppe Leitungen und Fachkräfte aus Kindertagesstätten, die mit den Grundlagen und Anforderungen des §8a SGB VIII bereits vertraut sind

 


Fortbildung

 

Migration, Flucht und ihre Folgen

Sensible Beratungsarbeit mit Migrierten und Flüchtlingseltern

Aufgrund von Migrationsprozessen, Fluchtbewegungen und der Debatte um geplante Zuwanderung von Menschen aus anderen Kulturen gewinnt die interkulturelle Kommunikation besonders für soziale Berufe zunehmend an Bedeutung. Untersuchungen zeigen, dass Migration als belastendes Lebensereignis mit mehreren Phasen unterschiedlicher Anforderungen betrachtet werden kann. Je nach Art der psychischen Bewältigungsformen kann es zu störungsspezifischen Entwicklungen kommen, die sich häufig in chronifizierten Krankheitsbildern und Behandlungsbedürftigkeit äußern.

MigrantInnen mit Fluchthintergrund leiden zusätzlich häufig unter Symptomen einer Posttraumatischen Belastungsstörung. Wenn Eltern davon betroffen sind, wirkt sich ihre Symptomatik gemeinsam mit den migrationsspezifischen Belastungen nachteilig auf die Erziehung ihrer Kinder aus. Sie leiden häufig darunter, „keine guten Eltern für ihre Kinder sein zu können“.

Ein Ziel dieser Fortbildung ist die Sensibilisierung im Umgang mit PatientInnen unterschiedlicher Herkunft. Vermittelt werden theoretische Konzepte und empirische Befunde zur interkulturellen Kommunikation. Von besonderer Bedeutung ist dabei auch die Beschreibung kulturell geprägter Menschenbilder und die damit verbundenen Wert- und Normvorstellungen, die das Verhalten der Individuen und die entsprechenden Erziehungsziele prägen. Ein weiteres Ziel ist das Erkennen einer Traumatisierung und ein angemessener Umgang mit der Symptomatik in der Elternarbeit.

Referentin Barbara Abdallah-Steinkopff, therapeutische Leitung bei Refugio
Zielgruppe Fachkräfte in der Beratungs- und Therapiearbeit mit MigrantInnen

 


Fortbildung

 

Die Befragung von Kindern bei Verdacht auf sexuellen Missbrauch im Rahmen der Jugendhilfe

Taucht im Rahmen der Jugendhilfe der Verdacht auf, dass ein Kind sexuell missbraucht wurde, stellt sich meist auch die Frage, ob und wie dieses Kind befragt werden kann. Inhalt dieser Fortbildung ist die Planung und Durchführung eines solchen Kinder-Interviews.

Die Fortbildung geht der Frage nach, in welchen Verdachtssituationen eine Befragung sinnvoll und angesagt ist.

Die Vorbereitung der Befragung wird eingehend besprochen:

  • Welche Informationen müssen eingeholt werden?
  • Welche Informationen braucht das Kind?
  • Wie müssen die beteiligten Personen informiert werden?
  • Wie kann sich der Befrager/die Befragerin vorbereiten?
  • Wie sollen die Befragungsräume ausgestattet sein?

Poole & Lamb (1998) haben eine standardisierte Befragung entwickelt, die seit 2002 im Kanton Bern praktiziert wird und die in der Fortbildung vorgestellt wird. Das konkrete Vorgehen der Befragung sowie der Aufbau einer Befragung werden sichtbar gemacht. Anhand einer Videoaufnahme wird der vorgestellte Leitfaden erfahrbar gemacht.

Darüber hinaus geht die Referentin auf die Suggestibilität von Kindern im Vorschulalter ein. Ein spezieller Fokus wird auf Elemente des sozialen Hypothesentestens (nach Köhnken) gelegt werden.

Damit der Transfer in den Berufsalltag gelingen kann, wird der vorgestellte Gesprächsleitfaden in der Gruppe ausführlich diskutiert werden können.

Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen erhalten Unterlagen zu den referierten Themen.

Referentin Céline Nanzer Bernhardt, Dipl. Sozialarbeiterin HFS, Mediatorin, Mitarbeiterin in der Kinderschutzgruppe der Universitätsklinik für Kinderheilkunde, Bern
Zielgruppe Kinderschutzfachkräfte aus Jugendamt und Beratungsstellen sowie „insoweit  erfahrene Fachkräfte“ nach §8a SGB VIII, die mit der Befragung von Kindern betraut sind

 


Fortbildung

 

Prävention braucht Pfiff

Interkulturelle Prävention in Kindertagesstätten

Prävention von sexuellem Missbrauch sollte alle Mädchen und Jungen und auch deren direktes Umfeld erreichen. Kindertagesstätten können dazu einen wichtigen Beitrag leisten.
Viele Tagesstätten haben in den letzen Jahren Präventionsarbeit in ihre Arbeit integriert. Dass dabei die unterschiedlichen Hintergründe der Kinder berücksichtigt werden müssen, ist vielen ErzieherInnen bekannt.

Was aber heißt das konkret?

  • Wie kann damit umgegangen werden, dass Erziehungsmethoden von Eltern mit Migrationshintergrund sich häufig von denen im Kindergarten unterscheiden?
  • Wie kann Kindern mit Migrationshintergrund die besondere Anerkennung gegeben werden, die sie brauchen, um sich in ihren sozialen Kontakten und ihrem Verhalten gut zu entwickeln?
  • Sollen kulturelle Besonderheiten beachtet werden und wenn ja, welche?
  • Und nicht zuletzt: Was bedeutet dies alles für die Prävention von sexuellem Missbrauch?

Neben inhaltlichen Inputs, Kleingruppenarbeit und dem Ausprobieren von Methoden für die interkulturelle Präventionsarbeit in der Kindertagesstätte, bleibt genügend Zeit zur Bearbeitung der konkreten Fragen der TeilnehmerInnen.

Referentin Parvaneh Djafarzadeh, Diplompädagogin und interkulturelle Trainerin, Mitarbeiterin von AMYNA e.V.
Zielgruppe Fachkräfte aus Kindertagesstätten

 


Fortbildung

 

Kompetent handeln bei Verdacht auf sexuellen Missbrauch

Grundlagen für „insoweit erfahrene Fachkräfte“ nach §8a SGB VIII

Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe sind nach §8a SGB VIII verpflichtet, bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung und somit auch bei Verdacht auf sexuellen Missbrauch eine „insoweit erfahrene Fachkraft“ zur fachkundigen Abschätzung des Gefährdungsrisikos hinzuzuziehen.

Gerade Verdachtsfälle von sexuellem Missbrauch lösen in den Einrichtungen häufig eine große Verunsicherung aus. Nicht zu Unrecht, denn die Bearbeitung eines solchen Falles benötigt Fingerspitzengefühl und fundiertes Fachwissen. Daher brauchen auch „insoweit erfahrene Fachkräfte“ ein besonderes Anforderungsprofil, um Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe kompetent in dieser speziellen Risikoeinschätzung begleiten zu können.

Themen der Fortbildung werden sein:

  • Besonderheiten im Ablauf eines §8a-Verfahrens im Hinblick auf sexuellen Missbrauch
  • Was können „gewichtige Anhaltspunkte“ bei Verdacht auf sexuellen Missbrauch sein?
  • Hintergrundwissen über alters- und geschlechtsspezifische Besonderheiten von betroffenen Kindern
  • Dynamik von außerfamiliärem und innerfamiliärem sexuellen Missbrauch auch im Hinblick auf die Zusammenarbeit mit den Eltern
  • Informationen über Täter, Täterinnen und Täterstrategien
  • die spezifische Rolle der „insoweit erfahrenen Fachkraft“ im Fallgeschehen
  • Datenschutzregelungen bei Verdacht auf sexuellen Missbrauch
  • Umgang bei eigener Verunsicherung – Reflexionsbedarf
  • Institutionelle Dynamik bei Verdachtsfällen von sexuellem Missbrauch

In der Fortbildung wird es darum gehen, Grundlagenwissen zu vermitteln, das die Voraussetzung für eine gute Risikoeinschätzung darstellt, und dies anhand von Fallbesprechungen zu konkretisieren.

Referentin Barbara Schwärzler, Dipl. Sozialpädagogin (FH), Paar- und Familientherapeutin, Supervisorin (DGSv)
Zielgruppe „insoweit erfahrene Fachkräfte“ nach §8a SGB VIII

 


Fortbildung

 

Prävention in der Behindertenhilfe

Sexuellem Missbrauch in der Institution vorbeugen

Was erleichtert sexuelle Gewalt in Einrichtungen der Behindertenhilfe, in denen Mädchen und Jungen mit Behinderung betreut werden, und was kann zur Vorbeugung beitragen?

Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Behinderung sind besonders gefährdet, sexuelle Übergriffe durch Betreuungspersonen der Einrichtung zu erleben. Der Wunsch und der Auftrag, sie davor zu schützen, sind daher besonders ernst zu nehmen.

Welche Möglichkeiten haben Einrichtungen der Behindertenhilfe ihren Schutzauftrag zu erfüllen?

In der Fortbildung geht es darum, Schutz vor sexuellen Übergriffen möglichst umfassend zu sehen, alle Möglichkeiten der Prävention zu erkennen, auszuloten und vor allem die strukturellen Präventionselemente, die zum Schutz beitragen können (Konzept, Personalauswahl, Verhaltenskodex, Beschwerdemanagement usw.) kennenzulernen.

Nach der Vermittlung von Grundlagen können in Arbeitsgruppen bereits erste Maßnahmen für den Praxiseinsatz vor Ort erarbeitet werden.

Referentinnen Sibylle Härtl, Päd. M.A. (AMYNA e.V.), Christine Rudolf-Jilg, Dipl. Soz.Päd. (AMYNA e.V.)
Zielgruppe Leitungspersonal der Behindertenhilfe

 


Fortbildung

 

E.R.N.S.T machen

Sexuelle Gewalt unter Jugendlichen verhindern

Etwa ein Drittel aller Delikte gegen die sexuelle Selbstbestimmung von Mädchen und Jungen wird von jugendlichen Tätern und Täterinnen begangen. Der Schwerpunkt dieser Fortbildung liegt auf sexuellen Grenzverletzungen unter den Jugendlichen.

Die Fortbildung erörtert das derzeitige Fachwissen und baut darauf Schlussfolgerungen für die Prävention und Intervention auf.

Die Inhalte der Fortbildung:

  • Definition und Kriterien jugendlicher sexueller Gewalt
  • Wie wird sexuelle Gewalt durch Jugendliche juristisch bewertet?
  • Wie kommt es, dass ein Jugendlicher Täter bzw. eine Jugendliche Täterin wird?
  • Wie gehen jugendliche TäterInnen vor?
  • Täterstrategien: Woran erkenne ich diese?

Und daraus schlussfolgernd:

  • Was kann ich tun?
  • konkrete Tipps zur Prävention und Intervention
  • Einblick in die Praxis der Prävention in der Arbeit mit Jugendlichen
  • Einblick in die Therapie mit jugendlichen Sexualstraftätern

Methoden: Vorträge, Arbeit an Fallbeispielen, praxisnahe Übungen und Spiele, Film, Einführung von Arbeitsbögen für Jugendliche.

Ziel der Fortbildung ist es, fundiertes Fachwissen zu vermitteln und die TeilnehmerInnen mit Methoden der Prävention und Intervention vertraut zu machen.

Referentinnen Birgit Kohlhofer, Dipl, Psych, Psychologische Psychotherapeutin, Supervisorin (SG),
Regina Neu, pädagogisch-therapeutische Mitarbeiterin einer Drogentherapie für Jugendliche, Ausbildung zur Tätertherapeutin (DGfPI)
Zielgruppe Fachkräfte, die in stationären und teilstationären Einrichtungen mit Jugendlichen arbeiten, sowie Fachkräfte aus der offenen Jugendarbeit und der Jugendverbandsarbeit

Diese Veranstaltung findet mit freundlicher Unterstützung des Bündnis für Kinder – Gegen Gewalt statt.

 


Fortbildung

 

Risikoeinschätzung bei möglicher Kindeswohlgefährdung

Fortbildung für „insoweit erfahrene Fachkräfte“ nach §8a SGB VIII mit Schwerpunkt sexueller Missbrauch

Der §8a SGB VIII verpflichet Einrichtungen der Jugendhilfe bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung beispielweise bei einem Verdacht auf sexuellen Missbrauch zum Handeln. Ziel ist die fachkundige Abschätzung des Gefährdungsrisikos. Hierbei besteht die gesetzliche Verpflichtung zum Einbezug einer „insoweit erfahrenen Fachkraft“.

Den „i.e. Fachkräften“ kommt im konkreten Fall der Begleitung einer Einrichtung eine Schlüsselrolle zu. Mit ihrer Kompetenz wird vielfach der Erfolg einer Abklärung bzw. Intervention stehen oder fallen. Von ihnen wird viel verlangt, nicht zuletzt weil standardisierte Verfahren der Risikoabschätzung im Fall eines möglichen sexuellen Missbrauchs weitgehend fehlen. Welches Wissen wird benötigt, um Fachkräfte in Einrichtungen bei möglicher Kindeswohlgefährdung zu begleiten?

Themen der Fortbildung:

  • Stand der Fachdiskussion zu Aufgaben einer „insoweit erfahrenen Fachkraft“
  • Vorgehensweise bei der Verdachtsabklärung
  • Kriterien für Entscheidungen über den Einbezug von Sorgeberechtigten und betroffenen Kindern bzw. Jugendlichen
  • Gestaltung von Explorationen mit Kindern und Jugendlichen zu belastenden Erfahrungen
  • Verfahren, Möglichkeiten und Grenzen der Risikoeinschätzung bei möglichem sexuellen Missbrauch
  • Datenschutz, „Meldepflicht“ und Informationsaustausch bei möglicher Kindeswohlgefährdung
  • Beweisstandards vor dem Familiengericht und relevante Gerichtsentscheidungen

Grundkenntnisse zur Rolle und Aufgabe der i.e. Fachkraft und Grundwissen zum sexuellen Missbrauch werden bei dieser Fortbildung vorausgesetzt. InteressentInnen, die noch wenig Erfahrung in diesen Bereichen mitbringen, wird vorab der Besuch der Fortbildung „Kompetent handeln bei Verdacht auf sexuellen Missbrauch“ empfohlen.

ReferentInnen Dr. Heinz Kindler, Dipl.-Psych., Sachverständiger / Agathe Eichner, Dipl.Soz.Päd., Supervisorin
Zielgruppe MitarbeiterInnen aus Beratungsstelle, die als „i.e. Fachkräfte nach §8a SGB VIII“ angefragt werden können, sowie MitarbeiterInnen großer Träger, die trägerintern als „i.e. Fachkräfte“ fungieren

 


 

Fortbildung

Körper, Liebe, Doktorspiele

Körpererfahrung und Sexualerziehung im Krippen- und Kindergartenalter

Kinder sind ab der Geburt sexuelle Wesen und neugierig auf die Welt. In ihrem Drang, verstehen zu wollen, stellen sie Fragen und erkunden alles, was ihnen begegnet – auch ihren eigenen Körper. Viele Mädchen und Jungen entdecken schon als Kleinkinder ihre Geschlechtsorgane als Quelle lustvoller Gefühle. Sie gehen gemeinsam zur Toilette und verschwinden in Kuschelecken, um mit Gleichaltrigen die Geschlechtsunterschiede zu erforschen.

Die Fortbildung geht der Frage nach, wie eine sexualfreundliche Erziehung in Kindertagesstätten aussehen kann. Sie erhalten Informationen zur sexuellen Entwicklung, Anregungen zur Selbstreflexion und lernen Bücher, Materialien zur Sexualerziehung sowie Methoden für die Praxis kennen.

Referentin Elke Schmidt Pädagogin M.A., Mediatorin, Mitarbeiterin von AMYNA e.V. im Projekt „Grenzwert Ich“ – Sexuelle Gewalt unter Kindern und Jugendlichen verhindern
Zielgruppe Fachkräfte aus Krippen und Kindergärten

Diese Fortbildung ist eine Kooperation des Projekts „Grenzwert Ich“ und dem Institut zur Prävention von sexuellem Missbrauch.

Das Projekt „Grenzwert Ich“ wird unterstützt von der Auerbach-Stiftung, dem Bündnis für Kinder – Gegen Gewalt, der Stiftung „ANTENNE BAYERN hilft“ und der Georg Niedermair-Stiftung.

 


Vortrag

 

Sexualisierte Gewalt gegen Frauen und Mädchen mit Behinderungen

Barrieren in den Köpfen – nicht nur bei der Justiz

Behinderten Frauen und Mädchen als Opfer sexualisierter Gewalt wird oft nicht geglaubt bzw. es wird versucht, die Taten zu leugnen, zu vertuschen, zu bagatellisieren, insbesondere wenn sie von Mitarbeitern oder Mitarbeiterinnen in Einrichtungen begangen wurden. Dabei ist das Risiko für diese Frauen und Mädchen, im Laufe ihres Lebens sexualisierte Gewalt erleiden zu müssen, deutlich erhöht.

Der Vortrag beschäftigt sich insbesondere mit den folgenden Themen und den daraus entstehenden Handlungsperspektiven für die Praxis:

  • den bestehenden Vorurteilen und der Doppeldiskriminierung von Frauen und Mädchen mit Behinderungen
  • der spezifischen Gefährdungssituation von Frauen und Mädchen mit Behinderungen, insbesondere in Einrichtungen
  • den Barrieren bei Einrichtungen, Beratungsstellen, Polizei und Justiz
  • der immer noch bestehenden Diskriminierung im deutschen Strafrecht
  • den Gestaltungsmöglichkeiten im Strafverfahren, aber auch mit zivilrechtlichen und arbeitsrechtlichen Möglichkeiten
  • Maßnahmen der Prävention, gesetzlichen Schutzpflichten und sozialrechtlichen Gegenstrategien

Vortrag mit anschließender Podiumsdiskussion

Referentin Rechtsanwältin Petra Haubner, Fachberaterin gegen sexualisierte Gewalt
Zielgruppe Fachkräfte aus dem Bereich der Behindertenhilfe und andere Interessierte

Diese Veranstaltung ist eine Kooperation von

AMYNA e.V. – Institut zur Prävention von sexuellem Missbrauch und dem

Netzwerk von und für Frauen und Mädchen mit Behinderung in Bayern

Mit freundlicher Unterstützung durch:
Bündnis 90/Die Grünen, Bezirkstagsfraktion Oberbayern

 


Fortbildung

 

Dem Schutzauftrag nachkommen

Hilfen zur Einführung des §8a SGB VIII in Kindertageseinrichtungen

Bisher war es dem Engagement der Leitungen und MitarbeiterInnen überlassen, bei möglichen Gefährdungen des Kindeswohls schützend tätig zu werden. Durch den §8a SGB VIII gibt es nun erstmals einen gesetzlich verankerten Schutzauftrag, zu dem Einrichtungen und Dienste der Jugendhilfe über Vereinbarungen mit den Jugendämtern verpflichtet werden.

Aus diesem Schutzauftrag erwachsen Anforderungen. In der Fortbildung wird es darum gehen, wie diese bestmöglich in den Abläufen der Einrichtung verankert werden können, so dass alle Beteiligten Handlungssicherheit haben, sobald ein Verdacht auftaucht.

Es wird ein idealtypischer Ablauf nach §8a bei einem Verdacht auf Kindeswohlgefährdung erarbeitet. Spezielle Anforderungen im Hinblick auf sexuellen Missbrauch werden immer mit bedacht.

Folgende Fragen werden bearbeitet:

  • Was ist ist sexueller Missbrauch?
  • Was können Anhaltspunkte sein?
  • Welche Schritte sind bei einem Verdacht auf sexuellen Missbrauch/eine Kindeswohlgefährdung sinnvoll?
  • Wer ist wann in den Hilfeprozess einzubeziehen?
  • Was ist beim Datenschutz zu beachten?
Referentinnen Sibylle Härtl, Päd. M.A.; Adelheid Unterstaller Päd. M.A., AMYNA e.V.
Zielgruppe (Stellv.) Leitungen von Kindergärten, Krippen und Horten; MitarbeiterInnen, die für die Einführung des §8a verantwortlich sein werden.

Aktualisiert (Dienstag, den 10. Januar 2012 um 13:32 Uhr)

 
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Praktikum bei AMYNA?

Ausgezeichnet!

Der Aktion "Sichere Wiesn für Mädchen und Frauen" wurde 2010 der Anita-Augspurg-Preis der Landeshauptstadt München verliehen.

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